19.Februar 2020

DLG-Merkblatt: N- und P-reduzierte Fütterung von Milchkühen

Die Bilanzierung der Nährstoffausscheidungen landwirtschaftlicher Nutztiere wird in der...

Die Bilanzierung der Nährstoffausscheidungen landwirtschaftlicher Nutztiere wird in der Broschüre „Bilanzierung der Nährstoffausscheidungen landwirtschaftlicher Nutztiere - Band 199“ (DLG, 2014) beschrieben. Hier werden die Nährstoffausscheidungen modellhaft für die wichtigsten Produktions- und Fütterungsverfahren kalkuliert und dargestellt. In Bezug auf Standort, Leistung und Rasse lassen sich bei Milchkühen insgesamt 17 Verfahren definieren.

Unter der Prämisse der Absicherung einer bedarfsdeckenden Versorgung und einer stoffwechselentlastenden Wirkung etablieren sich hinsichtlich der weiteren Absenkung von Nährstoffausscheidungen zur Einhaltung neuerer Bestimmungen der Düngeverordnung (DüV, 2017) in der Praxis neue Fütterungsstrategien, die als weitere Kriterien die Milchleistung aus dem Grobfutter und die differenzierte Nährstoffversorgung der Tiere in Bezug auf das Laktationsstadium berücksichtigen.

Dieses Merkblatt beschreibt die neuen Fütterungsstrategien, informiert über die Ausscheidungsgrößen und legt die nachvollziehbare Dokumentation der neuen Verfahren fest. Durch eine an den Laktationsstand angepasste Fütterung werden die Ausscheidungen an Stickstoff (N) und Phosphor (P) über Kot und Harn nennenswert gesenkt.

Im Vergleich zu den Angaben in DLG (2014) sinken die N-Ausscheidungen bei Mais betonter Fütterung je nach Leistungsklasse um 9 bis 14 Prozent, bei Gras betonter Fütterung um 12 bis 15 Prozent. Das Einsparpotenzial steigt mit zunehmender Leistung sowohl bei Mais als auch bei Gras betonter Futtersituation. Die P-Ausscheidungen sinken in Abhängigkeit zur Leistungsklasse in etwa um 12 bis 16 Prozent. Bei Gras betonter Fütterung ist das Einsparpotenzial größer als auf typischen Ackerbaustandorten, bei höheren Leistungen höher als bei niedrigeren Leistungen.

Schlussendlich sind geringere N-Ausscheidungen in der Regel auch mit erheblich geringeren Ammoniakemissionen verbunden, was einen weiteren Anreiz zur Einführung dieser Verfahren in der Rinderhaltung darstellt. Es ist nun die Aufgabe der Bundesländer, die neuen Verfahren in Anwendung zu bringen. Derzeitig erarbeitet der DLG Arbeitskreis Futter & Fütterung ein DLG-Kompakt zur „Umsetzung einer N-/P-reduzierten Milchkuhfütterung“.

Hier der Link zum kostenlosen Download des Merkblattes N- und P-reduzierte Fütterung von Milchkühen. agt

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